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Baubericht Meteor

Baubericht  Aeronaut METEOR

 

Vor einiger Zeit habe ich mal wieder in einer Online Börse gestöbert und dabei einen alten Baukasten der Firma Aeronaut entdeckt. Der Bausatz des METEOR wurde vom Vorbesitzer schon angefangen, aber nur soweit, dass er ein paar Sperrholzteile ausgesägt hatte. Also habe ich munter mitgesteigert und schlussendlich auch den Zuschlag erhalten. Später habe ich dann erfahren, dass der METEOR neben anderen Fesselflugmodellen noch heute bei Aeronaut im Programm ist und dass ich ihn dort für einen geringeren Preis neu bekommen hätte.

Auf den ersten Blick konnte ich keine Mängel erkennen. Durch sein Alter war das Holz gut abgelagert, aber vor allen Dingen waren die Brettchen und Leisten nicht verzogen, was darauf schließen ließ, dass der Baukasten immer trocken gelagert wurde.

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Den Bau des METEOR habe ich strikt nach der beiliegenden Bauanleitung begonnen. Das Fahrwerk wurde mit starkem Sternzwirn unter Beigabe von Zweikomponenten Klebstoff an den Kopfspant genäht. Dann wurden die Motorträger für meinen Motor, einen FOX .15 den ich auch in der Börse ersteigert habe, bearbeitet und mit den entsprechenden Bohrungen versehen. Da das Steuersegment auch am oberen Motorträger befestigt werden soll, musste auch diese Bohrung gleich eingebracht werden.

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Bevor die Rumpfseitenwände mit dem Spantengerüst verklebt wurden, musste noch der Tank gebaut und zwischen den Motorträgern platziert werden. Auch das Steuersegment musste jetzt angefertigt und an den oberen Motorträger montiert werden.

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Die Rumpfseitenwände sollten erst verklebt werden, wenn man sicher ist, dass der Tank absolut dicht ist. Später gibt es keine Möglichkeit mehr an den Tank zu kommen, ohne den Rumpf wieder aufzuschneiden. Auch das Gestänge, das das Höhenruder und die Flaps anlenkt, musste in diesem Stadium montiert werden.

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Die Rumpfseitenwände wurden dann an den vorderen Spanten ausgerichtet und mit diesen verleimt. Als die Klebestellen gut durchgetrocknet waren, wurden die restlichen Spanten zwischen den Seitenwänden ausgerichtet und verklebt. Als nächster Schritt wurde der Rumpfboden in einem Stück mit den Spanten und den Seitenwänden verleimt. Durch den Rumpfboden ist das ganze Gebilde etwas stabiler geworden.

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Der Rumpfrücken wird mit Leisten im Format 3x5 mm verschlossen. Im konischen Bereich hinter der Kabinenhaube musste jede Leiste einzeln eingepasst werden. Zum Verkleben der Leisten benutzte ich einen Hartkleber, weil der sich zusammen mit dem Balsaholz der Leisten sauber verschleifen lässt.

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Der gesamte Bereich um den Motor wurde mit Füllstücken aus Balsaholz verschlossen, auch das Rumpfende wurde mit einem Balsaklotz verschlossen. Anschließend konnte gehobelt und geschliffen werden. Das sind Arbeiten die richtig Spaß gemacht haben, wenn der Rumpf so in seine Form gebracht wird.

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Hier ist das Ergebnis der Schleiferei zu sehen. Das Seitenleitwerk ist ausgerichtet und mit dem Rumpf verklebt. Das Höhenleitwerk ist nur von hinten in den Rumpf gesteckt und wird erst sehr viel später mit diesem verklebt. Die Leitwerke bestehen aus 3 mm Balsaholz, erfordern also keinen großen Bauaufwand.
Der Rumpfrohbau ist somit abgeschlossen, weiter geht es mit dem Tragflügel.

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Der Tragflügel ist in seiner Form rechteckig und konnte direkt auf dem Bauplan aufgebaut werden. Zu beachten war, dass die linke Tragflügelhälfte länger ist. Die Flügelmitte im Bereich des Rumpfes und der Bereich Hauptholm bis zur Nasenleiste wurden mit 1 mm dickem Balsaholz beplankt, dann wurden die Randbögen an die jeweilige Endrippe geklebt. Nun konnte wieder geschliffen werden, aber im Bereich der Beplankung nur mit äußerster Vorsicht, da das 1 mm Balsaholz schnell durchgeschliffen ist.

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Hier sind alle Baugruppen fertig gestellt und mein METEOR zeigt sich erstmals in seiner ganzen Pracht. Die Auflageflächen der Kabinenhaube habe ich noch ein wenig versenkt, damit dort später keine hässlichen Kanten entstehen.

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Nochmals aus einer anderen Sicht, eigentlich ein hübsches Modell mit einer gefälligen Form. Aus Gewichtsgründen wollte ich dieses Mal auf einen aufwändigen Anstrich verzichten. Der Flügel, die Leitwerke und alle Ruderklappen wurden nur mit farbigem Spannpapier überzogen, so dass man die Holzmaserung noch sehen kann.

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Da die Ruderklappen aus nur 3 mm dickem Balsaholz bestehen, habe ich sie, nachdem sie bespannt waren, nach alter Väter Sitte mit gelbem Sternzwirn angenäht. Die Ruder sind erstaunlich fest mit den Flügeln verbunden und sind extrem leichtgängig.

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Nach etlichen Spannlackschichten habe ich das Flügelwerk mit dem Rumpf verklebt. Da der Rumpf noch lackiert werden sollte, habe ich diesen mit Nitrospachtel abgezogen und glatt geschliffen. Auch die Kabinenhaube wurde nun auf dem Rumpf verklebt und verspachtelt.

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Den Rumpf habe ich mit Alkyfix gelb und schwarz lackiert. Der Streifen auf dem Flügel ist aus dünner Folie aufgeklebt. Ursprünglich wollte ich noch die Abziehbilder aufbringen, die dem Baukasten beilagen, aber die haben sich beim Wässern regelrecht aufgelöst, waren wohl doch schon viel zu alt.

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Zum Abschluss hat der ganze Flieger einen kompletten Überzug aus Klarlack erhalten, damit auch die nur mit Spannfix behandelten Flächen Treibstoff fest sind. Die dem Baukasten beiliegenden Räder habe ich gegen leichtere ausgetauscht.

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So, mein METEOR ist fertig gestellt. Das Fluggewicht beträgt 0,438 kg und liegt somit im Bereich der Baukastenangabe. Es hat sich gezeigt, dass mein Verschleiß an Fesselflugmodellen doch recht hoch ist.  Also werde ich über den Winter noch weitere Modelle für die nächste Flugsaison bauen.  Irgendwann werde ich es vielleicht dann doch noch lernen.

Ralph Freckmann, Nov. 2010

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